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Spendenaufruf für die Restaurierung der Hausorgel von Ernst Röver

In Hausneindorf (Sachsen-Anhalt), 12 km nordöstlich von Quedlinburg gelegen, befand sich im 19./20. Jahrhundert eine der herausragenden Orgelbauwerkstätten der Spätromantik. Inhaber war von 1884 bis 1923 Ernst Röver (1857-1923). Seine Orgelbau-Anstalt stellte mehr als 210 Orgeln auf, überwiegend in verschiedenen Landschaften Nord- und Westdeutschlands. In der zeitgenössischen Literatur und Fachpresse wird Röver in einem Atemzug mit den großen Orgelbauwerkstätten wie Walcker, Steinmeyer und Sauer genannt, womit ein deutlicher Hinweis auf seine Reputation gegeben ist.

Der Heimatverein Hausneindorf e.V. hat sich die Aufgabe gestellt, dieses regionale Kulturerbe wieder bewusst und öffentlich zu machen. Er hat auf der ehemaligen preußischen Domäne in Hausneindorf, der "Burg", deren schrittweiser Restaurierung er sich angenommen hat, einen Museumsraum über das Wirken von Ernst Röver eingerichtet.

Die Hausorgel von Ernst Röver

Ernst Rövers eigene Hausorgel hat die Zeitläufe überstanden. Dieses kulturgeschichtlich wie orgelhistorisch gleichermaßen interessante Werk verfügt über vier Register (Gedackt 16', Flauto 8', Violino 8', Flauto 4') ohne Pedal. Es zeugt von der soliden handwerklichen Bauweise und der klanglichen Qualität, die der Meister seinen Instrumenten gegeben hat. Zugleich gibt es Auskunft über die Registerzusammenstellung und Klangfarben, die Ernst Röver im persönlichen Umfeld bevorzugte. Unter Rövers zahlreichen Orgelwerken stellt diese Salonorgel ein Unikat dar.

Das kleine Orgelwerk wurde im Jahre 1995 von seinen Nachkommen veräußert. Es fand zunächst Aufstellung im Museum für bürgerliche Wohnkultur (Schraube-Museum) in Halberstadt. Dort ist es jedoch wieder abgebaut worden.

Leider ist das Instrument derzeit nicht spielbar. Seine verschiedenen Teile sind auf zwei Institutionen verteilt. Die Orgelpfeifen befinden sich im Besitz von Orgelbaumeister Reinhard Hüfken (Halberstadt), die anderen Werkteile wie Spielkonsole, Windlade, Magazinbalg usw. sind im Museumsdepot der Stiftung Kloster Michaelstein/Blankenburg (Harz) eingelagert.

Zweck der Restaurierung

Der Heimatverein Hausneindorf möchte die verschiedenen Teile der Orgel zusammenführen, das kleine Instrument durch die Orgelbaufirma R. Hüfken (Halberstadt) restaurieren lassen und nach Hausneindorf zurück holen. Es ist eine räumliche Anbindung an das bestehende Orgelbauer-Museum (Reubke, Röver) vorgesehen. Die Aufstellung wird in einem separaten Raum erfolgen, der etwa 50 musikalisch interessierten Besuchern Platz bietet. Es wird ein kleiner Konzertsaal entstehen. Das Instrument soll in die sommerlichen Quedlinburger Orgel-Wandelkonzerte eingereiht und gleichzeitig bei Exkursionen von Orgelliebhabern, Organisten und Orgelbauern vorgeführt werden und zum Spiel einladen.

Der Heimatverein Hausneindorf e.V. erhofft sich von diesem einmaligen Konzept der Orgeldenkmalpflege eine weitere Erschließung der mitteldeutschen Orgellandschaft und eine Stärkung des Kulturtourismus im ländlichen Raum.

Sowohl Orgelbaumeister Reinhard Hüfken, wie auch der Vorstand der Stiftung Kloster Michaelstein haben dem Projekt zugestimmt und sind bereit, die in ihrem Besitz befindlichen Orgelteile zur Verfügung zu stellen und im Rahmen eines Leihvertrages dem Heimatverein Hausneindorf e.V. zu überlassen. Die Kosten für die Restaurierung sind mit 30.000 Euro veranschlagt.

Kirchenmusikdirektor und Domorganist Gottfried Biller (Quedlinburg) ist interessiert, Orgelbauer-Museum und Röver-Hausorgel in den Quedlinburger Musiksommer einzubeziehen.

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